MeteoSchweiz

Das monatliche Klimabulletin der MeteoSchweiz

26. Februar 2010

 

Witterung im Februar 2010

 

In den hohen Lagen war auch der dritte Wintermonat mehr als 1 Grad zu kalt. In den tiefen Lagen der Alpen und der Südschweiz wurden normale Temperaturen gemessen. In den Alpen fiel teils weniger als die Hälfte der normalen Niederschläge, im Süden, Westen und Nordwesten gab es regional Überschüsse. Die Besonnung war in den Alpen örtlich übernormal, in Juranähe deutlich unternormal.

 

Sehr kalter Beginn, dann Tauwetter

Am frühen Morgen vom 1. Februar wurden in den nebelfreien Gebieten teils extrem tiefe Temperaturen gemessen. In La Brévine sanken die Werte bis -35.6 Grad ab. Das ist im aktuellen Jahr des bisher tiefste, gemessene Wert. Im Engadin wurden -25 bis -30 Grad registriert. Im oberen Rhonetal und im Saaneland waren es etwa -20 Grad und in Koppigen-Oeschberg im Berner Mittelland -17 Grad. Auf den 3. Februar setze sich mit westlichen Winden und reger Tiefdrucktätigkeit Tauwetter durch. Am 4. Februar erreichten die Maxima dank weitgehend sonnigem Wetter und Südföhneinfluss im Mittelland plus 5 bis 8 Grad, in den Südföhntälern 10 bis 11 Grad. Die nachfolgende Störung brachte auf der Alpensüdseite, im Jura und im Mittelland bedeutende Niederschläge, die im Tessin bis in tiefe Lagen überwiegend als Nassschnee fielen.

 

Schnee bis in tiefe Lagen im Süden zu Monatsbeginn

Abb 1: Neuschnee in Locarno-Monti am 5. Februar 2010 (Foto: MeteoSvizzera).

Kaltes Winterwetter vom 10. bis 16. Februar

Am 10. Februar gelangte mit der Bise arktische Kaltluft in die Schweiz, welche im Mittelland bis am 12. Februar verbreitet 5 bis 15 cm Schnee brachte. Während über der Alpennordseite meist hochnebelartige Bewölkung lag, schien in den Gipfelregionen der Nordalpen, im Wallis und in Graubünden vom 12. bis 16. Februar meist die Sonne. Die Temperaturen lagen im Norden fast stets unter dem Gefrierpunkt. Vielerorts wurden in dieser Zeitspanne die Tiefstwerte des Monats erreicht. Im Mittelland erreichten diese meist -10 bis -15 Grad. Im Mittel über die sieben Tage wurden im Norden 4 bis 8 Grad unternormale Temperaturen gemessen. Dank dem Schutz der Alpen betrug das Wärmedefizit in der Südschweiz weniger als 1 Grad.


Aus Südwesten wechselhaft und mild.
Ab dem 17. Februar herrschten überwiegend milde, südwestliche Winde, die wechselweise Südföhn und Störungsdurchgänge zur Folge hatten. Vor allem im Süden, im Westen und im Nordwesten fiel an einzelnen Tagen reichlich Niederschlag. Die Schneefallgrenze lag meist zwischen 800 und 1400 m. In der letzten Februarwoche stiegen die Tageshöchsttemperaturen auf der Alpennordseite und vor allem in den Südföhntälern öfters auf Werte von 10 bis 16 Grad an.




Stand: 25. Februar 2010, Klimadienste MeteoSchweiz

Die hier publizierten Zahlen sind vorläufige Werte, da nicht alle Messungen der MeteoSchweiz zum Zeitpunkt der Erstellung zur Verfügung standen. Im monatlichen Witterungsbericht sind diese Werte aufdatiert. Der Flash darf unter Quellenangabe „MeteoSchweiz“ ohne Einschränkungen weiterverwendet werden.

 

FrançaisItalianoEnglish Über uns Shop
       
Allgemeine Lage Detailprognose Aktuelles Wetter Ozonschicht Gesundheit Vegetationsentwicklung Modellvorhersagen Spezialprognosen Wetterereignisse Wetterrückblick Tagesaktualität
Klima Schweiz Klima heute Klima morgen Klima international Messsysteme Klima Berichte
Produkte A-Z Aviatik Bau- & Landwirtschaft Strassen Outdoor Beratung Datenportal Energie Tourismus Versicherungen Öffentliche Verwaltungen Schulen & Universitäten Telefon, SMS, Fax Homepage
Forschung & Entwicklung Publikationen Veranstaltungen Konsortien Aktuelle Projekte Abgeschlossene Projekte
Gefahren Wochenvorhersage Unwetterbulletin Zusatzinformationen Kantone