Satellitenbild (sichtbarer Kanal) mit ausgewählten Bodenstationen (Temperaturwerte) von heute Mittag 12 UTC
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Zwischen einem Hoch über dem östlichen Nordatlantik und einem Tief über dem Nordmeer war am Dienstag die Bahn frei für frische Polarluft, die von Grönland her nach Süden vorstiess. Bereits im Laufe des Vormittages setzte sich der zunehmende Westwind auf der Alpennordseite bis ins Flachland durch. Dabei kam in der Region Luzern der bekannte Westföhneffekt zum Tragen. Schon kurz nach 10 Uhr setzte der böige Westwind in Luzern ein, und so stieg die Temperatur rasch auf 17 Grad an, und die relative Luftfeuchtigkeit nahm auf 35% ab. Am Nachmittag nahm in Luzern der Westföhn noch weiter zu, und es wurden Böenspitzen von über 60 km/h gemessen. Die Temperatur erreichte sogar 19 Grad und die relative Luftfeuchtigkeit lag zeitweise unter 30%. Zur gleichen Zeit war es im Mittelland, wo der Westföhneffekt nicht wirkte, mit 12 bis 15 Grad deutlich weniger warm, und auch die Luftfeuchtigkeit war mit 40 bis 60% höher.
Im Laufe des Nachmittages entwickelten sich im Vorfeld der sich annähernden Kaltfront erste Schauer- und einzelne Gewitterzellen dem Jura entlang. Sie zogen zum Teil auch ins Mittelland hinein und gegen Abend bis zu den zentralen und östlichen Voralpen. In der Folge drehten die Winde über dem Jura zunehmend auf Nordwest, so dass am Jurasüdfuss ein böiger Joran einsetzte. Damit wurden in Neuenburg Böenspitzen von 85 km/h gemessen, in Grenchen waren es 75 km/h.
MeteoSchweiz Wetterkamera Etziken, Bild 11.00 UTC: Nach dem Mittag entwickelten sich über dem Jura bereits die ersten Schauerzellen. Schön sichtbar sind die Fallstreifen des Niederschlages direkt unterhalb der dunklen Quellwolken.
gross.jpg, 199 KBIn Luzern nutzt ein Segelboot den Westföhn und segelt mit Vorwindkurs an der Landungsbrücke vorbei. Bildquelle: Webcam Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees www.lakelucerne.ch
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