Nach einem fast schon sommerlichen Aprilwochenende folgte am Montag eine Kaltfront mit einem markanten Temperatursturz von 10 bis 15 Grad. Die Nullgradgrenze stürzte von 3500 Meter auf 1500 Meter ab, Schneeflocken wurden gar bis auf knapp 1000 m.ü.M. gesichtet.
Der Kaltlufteinbruch ist jedoch nur ein kurzzeitiges Intermezzo...
Neue Temperaturrekorde Anfang April 2011
Am ersten Aprilwochenende wurde es mancherorts in der Schweiz so warm wie noch nie zu dieser Jahreszeit in den letzten 50 Jahren. Am Aussergewöhnlichsten war die Wärme in mittleren Höhenlagen sowie in den Alpentälern, dies nicht zuletzt wegen der bereits weit fortgeschrittenen Schneeschmelze und der Trockenheit.
In Davos war es mit 17.0 Grad seit 1901 noch nie so früh so warm. Aber auch im Mittelland wurden Temperaturen gemessen, welche Anfang April in den letzten 20 Jahren nicht vorkamen.
In nachfolgender Tabelle sind die Temperaturrekorde für die Periode vom 1.1. bis 10.4. aufgelistet (seit 1959):
| Messstation | Temperaturmaximum 2.-3.4.2011 | Bisheriger Rekord | Datum |
| Sion (482 m) | 26.0° | 25.3° | 10.4.1981 |
| Chur (556 m) | 25.9° | 24.6° | 18.3.2004 |
| La Chaux-de-Fonds (1018 m) | 20.1° | 19.7° | 22.3.1990 |
| Scuol (1304 m) | 21.0° | 20.1° | 30.3.1989 (seit 1971) |
| Davos (1594 m) | 17.0° | 16.1° | 24.3.2001 |
Kaltfrontdurchgang mit markantem Temperatursturz
In der Nacht auf Montag, 4. April kündigten erste lokale Schauer- und Gewitterzellen einen Wetterwechsel an. Eine aktive Kaltfront näherte sich von Frankreich her und überquerte im Laufe des Tages mit einem breiten Niederschlagsband die Schweiz von West nach Ost. Die Störung brachte im Norden verbreitet 10-20, den Voralpen entlang lokal bis 25 mm Niederschlag, inneralpin deutlich weniger. Trocken blieb es mit Nordwind hingegen auf der Alpensüdseite, wo immer noch akute Waldbrandgefahr herrscht.
Gleichzeitig sanken die Temperaturen markant ab. In La Chaux-de-Fonds auf 1000 m.ü.M., wo tags zuvor das Thermometer noch 18 Grad anzeigte, wurde am Montagmorgen kurzzeitig Schneeregen beobachtet. Weiss wurde es im Jura jedoch nur oberhalb etwa 1500 Metern.
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Bild 2: Die Verlaufsdiagramme zeigen anhand Temperatur, Regen und Wind den Kaltfrontdurchgang auf: Regen und auffrischender Wind zuerst in Basel, dann in Zürich und am Schluss in Glarus. Auf der Rückseite der Kaltfront steigt dann in Basel die Temperatur mit der Sonne bereits wieder an.
gross.gif, 28 KBNeuerlich frühlingshafte Wetterperiode
Das kühle und nasse Montagswetter ist jedoch nur ein kurzes Intermezzo, denn am Dienstag, 5. April dehnt sich ein kräftiges Westeuropa-Hoch weiter nach Osten aus und bestimmt das Wetter bei uns. Nur der Osten wird am Freitag von einer Störung gestreift, welche Wolkenfelder und einen vorübergehenden leichten Temperaturrückgang zur Folge hat.
Das sonnige, warme und trockene Frühlingswetter bleibt somit in den nächsten 10 Tagen mit hoher Wahrscheinlichkeit erhalten (siehe auch Wochenausblick).


